Anregungen Hausmesse

Anregungen für Hausgottesdienste
1. PALMSONNTAG (Jesu Einzug in Jerusalem):
- Wie üblich die Palmbuschen, eventuell mit den Kindern, binden. Am Palmsonntag versammeln wir uns um
den (die) Palmbuschen und bitten Gott, dass er diesen Palmbuschen segnet (evtl. mit Weihwasser besprengen).
Segensgebet (Vorschlag):
„Guter und allmächtiger Gott, segne diese/n Palmbuschen. Er ist für uns ein sichtbares Zeichen deines
Segens, ein Zeichen des Lebens und der Hoffnung. Segne unsere Felder und Wälder und die Früchte
unserer Arbeit. Segne auch uns alle, die wir um den/die Buschen versammelt sind. Begleite uns in allen
Tagen unseres Lebens. Darum bitten wir dich, unseren Gott, den Vater und Sohn und Hl. Geist. Amen“
Anschließend die Geschichte vom Einzug Jesu in Jerusalem erzählen, oder aus der Bibel (Mt 21, 1-11) [Je nach
Alter der Kinder kann man auch eine Kinderbibel verwenden, wenn man eine hat.] vorlesen, darüber reden und
gemütlich essen.
Mt 21, 1-11: Als sie sich Jerusalem näherten und nach Betfage(= ein Ort) am Ölberg kamen, schickte Jesus
zwei Jünger aus und sagte zu ihnen: Geht in das Dorf, das vor euch liegt; dort werdet ihr eine Eselin
angebunden finden und ein Fohlen bei ihr. Bindet sie los und bringt sie zu mir! Und wenn euch jemand zur Rede
stellt, dann sagt: Der Herr braucht sie, er lässt sie aber bald zurückbringen. Das ist geschehen, damit sich
erfüllte, was durch den Propheten gesagt worden ist: Sagt der Tochter Zion: / Siehe, dein König kommt zu dir. /
Er ist sanftmütig / und er reitet auf einer Eselin / und auf einem Fohlen, / dem Jungen eines Lasttiers. Die
Jünger gingen und taten, wie Jesus ihnen aufgetragen hatte. Sie brachten die Eselin und das Fohlen, legten ihre
Kleider auf sie und er setzte sich darauf. Viele Menschen breiteten ihre Kleider auf dem Weg aus, andere
schnitten Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg. Die Leute aber, die vor ihm hergingen und die
ihm nachfolgten, riefen: Hosanna dem Sohn Davids! / Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn. /
Hosanna in der Höhe! Als er in Jerusalem einzog, erbebte die ganze Stadt und man fragte: Wer ist dieser? Die
Leute sagten: Das ist der Prophet Jesus von Nazaret in Galiläa.
Beim Einstecken des Palmbuschen eventuell gemeinsam ein Vater Unser und ein Gegrüßt seist du Maria beten.
- Weitere Vorschläge auf HP der Pfarren oder www.trotzdemnah.at
2. GRÜNDONNERSTAG (Jesus feiert mit den Jüngern das Letzte Abendmahl):
- Basteln einer Ratsche (weil Glocken bis zur Osternacht verstummen), www.schule.at/holzratsche
- Überlegungen für den Dienst am Nächsten in meiner Umgebung, als meine persönliche „Fußwaschung“ am
Gründonnerstag.
- Vor dem Abendessen ein Tischgebet sprechen, um Gott dafür zu danken, dass es uns gut geht, dass wir
beisammen sind und dass wir genug zu essen haben.
Z. B: „Vater segne dieses Essen, lass uns Hass und Neid vergessen und schenk uns ein frohes Herz. Segne
du uns Herz und Hände, führe du zu gutem Ende unsre Freude, unsern Schmerz.“
Evangelium vom Letzten Abendmahl“ (Joh 13,3-15 und 1 Kor, 23-26) [Kinderbibel] vorlesen, und darüber
reden.
Joh 13, 3-15: Jesus, der wusste, dass ihm der Vater alles in die Hand gegeben hatte und dass er von Gott
gekommen war und zu Gott zurückkehrte, stand vom Mahl auf, legte sein Gewand ab und umgürtete sich mit
einem Leinentuch. Dann goss er Wasser in eine Schüssel und begann, den Jüngern die Füße zu waschen und mit
dem Leinentuch abzutrocknen, mit dem er umgürtet war. Als er zu Simon Petrus kam, sagte dieser zu ihm: Du,
Herr, willst mir die Füße waschen? Jesus sagte zu ihm: Was ich tue, verstehst du jetzt noch nicht; doch später
wirst du es begreifen. Petrus entgegnete ihm: Niemals sollst du mir die Füße waschen! Jesus erwiderte ihm:
wenn ich dich nicht wasche, hast du keinen Anteil an mir. Da sagte Simon Petrus zu ihm: Herr, dann nicht nur
meine Füße, sondern auch die Hände und das Haupt. Jesus sagte zu ihm: Wer vom Bad kommt, ist ganz rein und
braucht sich nur noch die Füße zu waschen. Auch ihr seid rein, aber nicht alle. Er wusste nämlich, wer ihn
ausliefern würde; darum sagte er: Ihr seid nicht alle rein. Als er ihnen die Füße gewaschen, sein Gewand
wieder angelegt und Platz genommen hatte, sagte er zu ihnen: Begreift ihr, was ich an euch getan habe? Ihr
sagt zu mir Meister und Herr und ihr nennt mich mit Recht so; denn ich bin es. Wenn nun, ich, der Herr und
Meister, euch die Füße gewaschen habe, dann müsst auch ihr einander die Füße waschen. Ich habe euch ein
Beispiel gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe.
1 Kor 11,23-26: Jesus, der Herr, nahm in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde, Brot, sprach das
Dankgebet, brach das Brot und sagte: Das ist mein Leib für euch. Tut dies zu meinem Gedächtnis!
Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch und sagte: Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut.
Tut dies, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis! Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem
Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.
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3. KARFREITAG (Jesus stirbt am Kreuz):
- Basteln eines Kreuzes. Darüber reden, was das Kreuz uns sagen kann: Hinrichtung, Tod, Hoffnung, aber
auch: der senkrechte Balken ist ein Zeichen der Verbindung des Himmels mit der Erde, Gottes mit der Welt, der
waagrechet Balken steht für die Verbindung unter uns Menschen.
- Um 15 Uhr (Todesstunde Jesu): Vor dem eigenen Haus mit der Ratsche ratschen. Gedenkminute halten.
- Vor dem selbstgebastelten Kreuz oder einem „Hauskreuz“ folgendes Gebet beten:
„Lieber Gott, du hast alles schön gemacht. Du bist bei uns an schönen und an traurigen Tagen. Heute
denken wir an einen traurigen Tag, an den Tag, an dem Jesus gestorben ist. Wir wollen hören was
geschah als Jesus gekreuzigt wurde“:
- Passionsgeschichte aus Bibel (Joh 18, 1-42) [Kinderbibel] vorlesen:
Joh 18, 25-27,30: Es standen aber bei dem Kreuz Jesu seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria,
die Frau des Klopas, und Maria Magdalena. Als Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er liebte,
hatte, sagte er zu seiner Mutter: Frau, siehe, dein Sohn! Dann sagte er zu dem Jünger: Siehe, deine Mutter!
Und von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich. Danach, als Jesus wusste, dass schon alles vollbracht war,
sprach er: Es ist vollbracht! Und er neigte das Haupt und hauchte seinen Geist aus.
KREUZVEREHRUNG: Wir stellen uns um das Kreuz:
In unserer Mitte liegt ein Kreuz. Das Kreuz erinnert uns an den Tod und es erinnert uns auch an das
Leben. Wenn ein lieber Mensch stirbt, dann fehlen uns oft die Worte. Als Jesus starb, waren seine
Freunde sprachlos. Wir wollen uns kurz Zeit nehmen und in Stille auf das Kreuz schauen.
- Danach gemeinsam das Vater Unser beten.
4. KARSAMSTAG: (Jesus liegt im Grab):
- Eier färben, Osterkerze basteln, Osterstrauch schmücken, Osterlamm backen usw.
- Gespräch über Symbolik des Eies: Neues Leben, Neubeginn, Auferstehung.
5. OSTERSONNTAG (Auferstehung Jesu):
Am Ostersonntag feiern wir die Auferstehung Jesu im Glauben, dass das Leben letztlich siegreich den Tod
überwinden kann.
- Vor dem Frühstück die Osterkerze anzünden, Auferstehungsevangelium ( Mt 28,1-10), oder aus der
Kinderbibel, vorlesen.
Segnung der Osterspeisen (Vorschlag):
Guter Gott, segne alle unsere Osterspeisen (Brot, Eier ….), die wir beim gemeinsamen Mahl / Frühstück
essen dürfen. Mach uns stark in der Liebe und schenke uns den Frieden des Auferstandenen. Darum
bitten wir dich durch Jesus, unseren Bruder und Freund. Amen.
- Reden über das Ostergeschehen.
Etwas wie Auferstehung werden wir erleben, wenn die Gefahr der Ansteckung vorbei ist und wir zu einem
normalen, angstfreien Leben zurückkehren können. Darauf wollen wir uns freuen und dafür dankbar sein.
(Liturgieteam Ebenau)
Mt 28,1-10: Nach dem Sabbat kamen in der Morgendämmerung des ersten Tages
der Woche Maria aus Magdala und die andere Maria, um nach dem Grab zu sehen.
Plötzlich entstand ein gewaltiges Erdbeben; denn ein Engel des Herrn kam vom
Himmel herab, trat an das Grab, wälzte den Stein weg und setzte sich darauf. Seine
Gestalt leuchtete wie ein Blitz, und sein Gewand war weiß wie Schnee. Die Wächter
begannen vor Angst zu zittern und fielen wie tot zu Boden.
Der Engel aber sagte zu den Frauen: Fürchtet euch nicht! Ich weiß, ihr sucht Jesus,
den Gekreuzigten. Er ist nicht hier, denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt
her und seht euch die Stelle an, wo er lag. Dann geht schnell zu seinen Jüngern und
sagt ihnen: Er ist von den Toten auferstanden. Er geht euch voraus nach Galiläa, dort
werdet ihr ihn sehen. Ich habe es euch gesagt. Sogleich verließen sie das Grab und
eilten voll Furcht und großer Freude zu seinen Jüngern, um ihnen die Botschaft zu
verkünden.
Plötzlich kam ihnen Jesus entgegen und sagte: Seid gegrüßt! Sie gingen auf ihn zu,
warfen sich vor ihm nieder und umfassten seine Füße. Da sagte Jesus zu ihnen:
Fürchtet euch nicht! Geht und sagt meinen Brüdern, sie sollen nach Galiläa gehen,
und dort werden sie mich sehen.
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